openwb:vc:2.3.0:software:einstell-konfig:konfiguration:prioritaetensteuerung

Lastmanagement - Prioritätensteuerung

Die Prioritätensteuerung ist Teil des Lastmanagements und wird in der openWB Weboberfläche unter dem Punkt: Einstellungen → Konfiguration → Lastmanagement konfiguriert:

Über die Reihenfolge in der Prioritätensteuerung wird einerseits die Verteilung des PV-Überschusses geregelt, andererseits wird hiermit auch die Reihenfolge von Abschaltungen aus Gründen des Lastmanagements bestimmt.

Die Verteilung des PV-Überschusses auf Fahrzeuge und steuerbare Verbraucher erfolgt von oben nach unten - wer an erster Stelle steht (Prio 1), bekommt zu erst PV-Überschuss zugeteilt. Wer zu letzt in der Liste steht, wird zu erst gedrosselt oder ganz abgeschaltet, falls die maximale Last am Hausanschluss erreicht ist.

Von oben nach unten bekommt jedes Fahrzeug bzw. jeder Verbraucher so viel PV-Überschuss wie er aufnehmen kann. Weiterer PV-Überschuss geht dann an das nächste Fahrzeug oder den nächsten Verbraucher in der Liste.

Will man PV-Überschuss auf Fahrzeuge oder Verbraucher gleich verteilen, kann man diese Gruppieren. Innerhalb einer Gruppe erhält z.B. jedes Fahrzeug zunächst seinen Mindeststrom bzw. jeder Verbraucher seinen minimalen Betriebsstrom, weiterer Überschuss wird zu gleichen Teilen in der Gruppe aufgeteilt:

Im Bild ist zu sehen, dass die Fahrzeuge „BEV“ und „Hybrid“ in der Gruppe „Fahrzeuge“ an zweiter Stelle (Prio2) der Prioritätenliste sind. Sobald der über ihnen stehende Verbraucher „Wärmepumpe“ keinen weiteren PV-Überschuss aufnimmt, wird dieser auf beide Fahrzeuge verteilt. Angenommen die Fahrzeuge haben einen Mindeststrom von 6 Ampere und können einphasig laden - somit benötigt jedes der Fahrzeuge 1,4 kW PV-Überschuss um die Ladung zu starten. Dazu einige Beispiele:

  • Annahme: Die Wärmepumpe benötigt 3 kW, es sind noch weitere 4 kW PV-Überschuss vorhanden.
  • Auswirkung: Die Fahrzeuge „BEV“ und „Hybrid“ laden jeweils mit 2 kW.
  • Annahme: Die Wärmepumpe benötigt 3 kW, es sind noch weitere 2 kW PV-Überschuss vorhanden.
  • Auswirkung: Das erste Fahrzeug „BEV“ lädt mit 2 kW, sobald der von der Wärmepumpe nicht benötigte PV-Überschuss auf mindestens 2,8 kW steigt, laden die Fahrzeuge „BEV“ und „Hybrid“ mit 1,4 kW.
  • Annahme: Die Wärmepumpe benötigt 3 kW, es ist noch ein weiteres kW PV-Überschuss vorhanden.
  • Auswirkung: Der Überschuss genügt für keines der Fahrzeuge. Der nächste Verbraucher in der Liste, dessen minimaler Betriebsstrom unter einem kW liegt startet. Sobald der von der Wärmepumpe nicht benötigte PV-Überschuss auf mindestens 1,4 kW steigt, startet das Fahrzeuge „BEV“ seine Ladung mit 1,4 kW und alle darunter liegenden Verbraucher werden wieder angeschaltet.
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