openwb:vc:2.3.x:software:einstell-konfig:konfiguration:verbraucher

Verbraucher

Verbraucher werden in der openWB Weboberfläche unter dem Punkt: Einstellungen → Konfiguration → Verbraucher konfiguriert.

Im Punkt Verbraucher ist es möglich Geräte mit hohem Energiebedarf im Haus zu visualisieren bzw. auch zu steuern, soweit das jeweilige Gerät selbst eine Steuerung vorsieht oder an einem intelligenten Schalter (z.B. einem Shelly) betrieben wird. Klassische Geräte hierfür sind Heizstäbe, Wärmepumpen, Spülmaschine, Waschmaschine, Trockner, Heizlüfter usw. Im Energiefluss-Diagramm des Koala-Themes werden Verbraucher mit der Farbe Lila visualisiert und wie folgt dargestellt:

Die einzelnen Geräte lassen sich durch einen Klick auf den Info-Button in einem Popup-Fenster anzeigen:

Die Reihenfolge, wie diese Geräte z.B. mit PV-Überschuss versorgt und eingeschaltet werden, oder wie sie ausgeschaltet werden, wenn das Lastmanagement des Hausanschlusses greift, wird an dieser Stelle erklärt: Prioritäten

HINWEIS: Die Ansicht der Verbraucher ist etwas anders, wenn diese in der Konfiguration dem Hausverbrauch zugeordnet wurden (dann findet man sie im Punkt Haus), oder wenn in der openWB Zwischenzähler, beispielsweise für eine Mietwohnung, eingerichtet wurden (dann findet man sie im Punkt Sonstiges):

Wenn ein Verbraucher nicht steuerbar ist und dessen Verbrauch nur visualisiert werden soll, kann beispielsweise ein universeller Verbraucher wie im nachfolgenden Bild angelegt werden:

Diesem Verbraucher kann eine individuelle Bezeichnung die z.B. Wärmepumpe gegeben werden. Zur korrekten Verrechnung sollte die Phasenanzahl und die Phasenposition im Haus angegeben werden (verbrauchsstarke Geräte die einphasig arbeiten werden meist an der Phase angeschlossen, an welcher die geringste Last im Haus vorliegt, z.B. L3. Hier im Bild ist L1 angewählt). Die Auswahl Im Hausverbrauch berücksichtigen bestimmt, ob das Gerät als Teil des Hausverbrauchs angezeigt und in den Hausverbrauch eingerechnet wird, oder ob es als Teil der Verbraucher (siehe oben, lila Steckersymbol) angezeigt wird. Typischer Weise bezeichnet Haus alle Verbräuche im Haus, die nicht extra erfasst werden - wenn gewünscht, kann der Verbraucher an dieser Stelle aber auch in den Hausverbrauch eingerechnet werden. Die Maximale Leistung dient bei rein messenden Geräten nur der Plausibilitätsprüfung gegen z.B. falsche Messwerte.

Einige Geräte wie z.B. manche Shellys und Wärmepumpen verfügen über einen integrierten Strommesser. Da wir hier die Geräte-Vorlage Universell gewählt haben, müssen wir dieser eine eigene Messvorrichtung Zähler (z.B. ein SmartMeter wie das openWB Verbraucher-Kit) zuweisen. Diese Messvorrichtung muss jedoch zuvor unter Einstellungen - Konfiguration - Geräte und Komponenten angelegt werden:

Nachdem ein SmartMeter wie das openWB Verbraucher-Kit auf diese Weise angelegt wurde, ist es als Zähler des Verbrauchers (ganz unten in der Konfiguration des Verbrauchers) anwählbar:

Wenn ein Verbraucher mit einem separaten Zähler auf diese Weise verknüpft wurde, tauchen beide nur noch gemeinsam in der Struktur des Lastmanagements auf:

Viel spannender als die reine Visualisierung von Verbrauchern ist die Integration von schaltbaren Verbrauchern, die z.B. automatisch eingeschaltet werden können, wenn ausreichend PV-Überschuss vorhanden ist. Dies soll nachfolgend am Beispiel eines Shelly Plugs erklärt werden. Eingebunden wird dieses über Hersteller = Shelly und Verfügbare Verbraucher = Shelly PM (Messen & Schalten):

Zwingende Eingabe ist hier die IP-Adresse des Shelly Plug. Zusätzlich hat man bei Shellys optional die Möglichkeit im Interface des Geräts einen Benutzernamen und ein Passwort zu vergeben. Wenn dies im Shelly Interface gemacht wurde, müssen die Daten auch hier in der openWB eingetragen werden. Wenn man keine Zugangsdaten festlegt, können diese Felder leer bleiben. Weiterhin können Shellys auf verschiedene Kanäle eingestellt werden und die Leistung kann invertiert werden, falls die Flussrichtung (Stromverbrauch/Stromerzeugung, also praktisch das Vorzeichen) anders übermittelt wird, als die openWB dies erwartet. Wenn man die Schaltfunktion des Shellys aktiv nutzen will, ist dies hier noch mal zu aktivieren im Punkt Verwendung.

Zur korrekten Verrechnung sollte die Phasenanzahl (ein Shelly Plug ist immer einphasig) und die Phasenposition im Haus angegeben werden (bei einem Shelly Plug hängt es dann davon ab, an welcher Phase die Steckdose angeschlossen ist, z.B. L3 wie hier im Bild).

Im Punkt Im Hausverbrauch berücksichtigen legt man fest, ob die Leistung des Geräts zum hausverbrauch dazu gerechnet wird und ob es im Diagramm auf der Startseite als Teils des Hauses oder der Verbraucher angezeigt wird (siehe erster Abschnitt oben).

Die Maximale Leistung bestimmt bei schaltbaren Geräten die nötige Menge an PV-Überschuss die frei sein muss, damit das Gerät im Modus PV geschaltet wird. Das Minimale Regelintervall bestimmt bei schaltbaren Geräten die Mindestzeit, die es eingeschaltet bleiben soll. Manche Geräten vertragen z.B. kein häufiges An- und Ausschalten, hier sollte eine höhere Intervalldauer angegeben werden. Ist das Geräte z.B. eine Wasch- oder Spülmaschine, sollte hier die Dauer des längsten Programms eingegeben werden. Andere Verbraucher wie z.B. Heizstäbe können z.B. innerhalb weniger Sekunden ein- und ausgeschaltet werden.

Genau wie bei den Fahrzeugen gibt es auch bei Verbrauchern den Betriebsmodus Sofort, PV, Ziel, ECO oder Stop.

Über die Funktion Betriebsmodus umstellen kann man automatisch z.B. einmal täglich einen Reset durchführen und das Gerät auf einen gewünschten Betriebsmodus zurück stellen. Beispielsweise könnte man abends einen Heizstab in den Modus „Sofort“ schalten um noch ein Bad nehmen zu können; sollte man aber vergessen den Heizstab danach zurück in den Modus PV zu stellen, kann das über diese Funktion automatisch zu einer definierten Uhrzeit geschehen.

Für Geräte die einen kleinen Standby-Verbrauch z.B. zur Befüllung/Programmierung benötigen (beispielsweise eine Waschmaschine) gibt es eine spezielle Anlauferkennung. Diese gibt den Standby-Verbrauch immer frei, sobald die Leistungsaufnahme aber 35W pro Phase bzw. die konfigurierte Mindestleistung übersteigt (z.B. wenn die Waschmaschine das Waschprogramm starten will), wird das Gerät als aktiv erkannt und erst dann abgeschaltet und in den gewählten Betriebsmodus (z.B. PV) versetzt. Erst wenn dann z.B. ausreichend PV-Überschuss vorhanden ist, wird das Gerät wieder eingeschaltet. Diese Option ist nur praktikabel für Geräte, die ihre Programmierung im ausgeschalteten Zustand beibehalten.

Abschließend werden die verschiedenen Betriebsmodi noch einmal erklärt, bzw. kann man für einige noch Einstellungen treffen. So kann im Modus ECO eine Preisgrenze für den Netzstrom festgelegt werden, unter welcher das Gerät in diesem Modus automatisch einschaltet, wenn es sich im Modus ECO befindet.

Weiterhin ist es möglich zu den normalen Betriebsmodi noch Zeit-Pläne zu konfigurieren, zu welchen das Gerät automatisch laufen soll. Ein Anwendungsfall hierfür könnte z.B. das morgendliche Leeren des Haus-Akkus durch einen Heizstab sein. Hierfür lässt sich direkt ein Ladestand in % angeben, bis zu welchem der Zeitladeplan ausgeführt wird.

ToDo

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